Kabarett und Poesie im Brenzpark – Walter Spira begeistert Publikum

Wer nicht dabei sein konnte, hat eine Menge verpasst. Die Rede ist vom Auftritt des Kabarettisten, Musikers, Sängers und Alleinunterhalters Walter Spira, der am Sonntagnachmittag das Publikum im Heidenheimer Brenzpark begeisterte.

Spira unterhält mit Musik und Text, bietet Unterhaltung zum Lachen, Schmunzeln, Nachdenken und Erinnern. Er verbindet kritische Beobachtung mit Wortwitz und trifft den Nerv, wenn er seine Texte über Lehrer wie Eltern vorträgt, die immer nur das Eine, nämlich das Beste wollen und dabei das Kind einfach vergessen.

Wenn Spira dann erzählt, von seinem langen Weg, ist das Poesie, die Bilder beim Zuhörer entstehen lässt von dunklen Stunden und vielen Erfahrungen, die am Ende zur Versöhnung mit sich selbst führen. „I ben i“, bringt’s der Künstler, der mal Schwäbisch, mal Hochdeutsch singt, auf den Punkt und wechselt dann mühelos zu leichter Kost wie der Parodie vom „Lonesome Cowboy“ oder der gekonnt ausgeführten Rap-Darbietung, die im Kontrast steht zu den Erinnerungen an die Disko-Abende der „Generation Bravo“ in den 70er-Jahren.

Witzig, spritzig und sehr jugendlich wirkt der 61-Jährige aus Ulm, wenn er die Sorgen der „Generation Facebook“ mit dem anderen Geschlecht auf die Schippe nimmt und den Esoterik-Freaks den Spiegel vorhält. Dabei ist er nie besserwisserisch oder arrogant. Ein Profi eben.

Am Ende bleibt verlangt das Publikum nach Zugaben und geht dann mit einem glücklichen Lächeln nach Hause in der Hoffnung, dass der Künstler im nächsten Jahr wieder dabei ist bei „Sommer im Park“. Versprochen hat er’s.

 

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