Bericht „Herr Diebold ond Kollega“

am Sonntag 16.07.2017 wurde im Brenzpark schwäbisch gerockt.

Herr Diebold ond Kollega

Foto: Kalle Linkert

Wer einfach Lust auf gut gemachte, witzige Musik im schönsten aller deutschen Dialekte hatte, musste einfach in den Brenzpark kommen.Es waren viele, sogar sehr viele Musikbegeisterte die am Sonntagnachmittag zum Konzert von „Herr Diebold und Kollegen“ kamen, um ganz genau zu sein waren es ca. achthundert Zuhörer, die allesamt fröhlich und bestens gelaunt nach Hause gingen.

Das ist schon eine rekordverdächtige Marke für die Macher der Veranstaltungsreihe „Sommer im Park „ im elften Jahr ihres Bestehens, und Michael „Diebo“ Diebold und seine Band sind ein Garant für diesen hohen Zuspruch.

Die vier Männer von der Ostalb mit Namensgeber Michael Diebold,(Gitarre Gesang ), Miha Spilek,( Lead Gitarre), Alfred Krauss, (Bass) und Frieder Simon der am Schlagzeug für den nötigen „Bumms“ sorgte, brachten das Temperament der meist anwesenden Schwaben schnell auf Hochtouren.

Die „Nicht Schwaben“ unter den Anwesenden die noch als Single unterwegs sind, dürften nach einem fast dreistündigen Feuerwerk , vorgetragen und gesungen im „Broide-Nudla“ Schwäbisch jetzt keine Probleme mehr mit dem schwäbischen Dialekt bei der Partnersuche haben. Michael Diebold, der „grad oms Eck nom“ in Kairo lebt, ist nämlich nicht nur ein hervorragender Sänger und Gitarrist, er ist auch zugleich Texter, Songschreiber und führt Schwäbisch ,augenzwinkernd durchs Programm.

Viele Songs kamen den Zuhörern bekannt vor, und das ist auch beabsichtigt. Aus vier Jahrzehnten Rockmusik präsentiert die Band Titel mit schwäbischen Texten. Sie übersetzen für das Publikum den Text kultiger Rock und Popsongs in den einzig wahren Dialekt. Fast hatte man den Eindruck, die Songs haben schon immer schwäbische Texte.

Los ging es mit „Rogga über d’ schwäbischa Alb“,das die begeisterten Zuhörer sofort als den Status Quo Song „Rockin’ All over the world“ erkannten. Mit Bobby Brown dem schwäbischen Stier mit dem gelifteten Hintern, der Linsa mit Spätzle mag ging es hintersinnig, humorvoll weiter.

Mit „Cotton Fields“ – zwischen Neckar, Alb und Hohestaufa, hab i immer was am laufa ging die Reise statt Baumwollfelder, über die Weizenfelder der Alb, Bei „Naggich steht sie an der Tür“ würde sogar Bob Dylan über die Übersetzung seines „ Knockin’ in Heavens Door“ augenzwinkernd Beifall klatschen.

Um’s abrocken bis ins Grab, und jeden Tag frisches Pils vom Fass, wo „dia alte Kerle“ im Seniorenstift eine Band gründen und um sonstige Anzüglichkeiten geht es in der Eigenkomposition vom „Seniorenstift“.

Beim Dubliners Song „ Seven Drunken Nights“ wurde der alltäglichen Schrecken einer Schwäbin besungen, deren Gatte „ Nach sieben Nächten blau“ wieder nach Hause kam.

Stundenlang hätte es so weiter gehen können, wenn der Mann mit der tollen Rockstimme, Michael Diebold nicht nach Kairo zurück müsste.

Bei „Mensch siehst du Klasse aus heut Nacht, zeigte Miha Spilek mit sehr viel Spielkunst und Können was er draufhat. Hätte man die Augen, geschlossen würde man meinen Eric Clapton persönlich spiele seinen Welthit „Wonderful Tonight“. Bei dieser tollen Interpretion gab es stehende Ovationen.  Mit Lay down Sally, „Liaber  Scholli des war fei a Schreck“ und dem Eagles Hit Hotel California aus dem der „Landgasthof Alter Löwa“ wurde, ging ein kurzweiliger,stimmungsvoller Nachmittag mit tollen Musikern zu Ende.

Bericht: Wolfram Galgenmüller

 

Rubrik Nachrichten, Sommer im Park



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